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Thema: Bandelier der Sachsen,Kav-Standartenträger 1810-14

  1. #1
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    Standard Bandelier der Sachsen,Kav-Standartenträger 1810-14

    Hallo
    Meine leichte Kav. der Sachsen ist fast fertig und da habe ich jetzt das Problem das ich keine Abbildung bzw.Text zum Aussehen des Bandeliers der Fahnenträger habe
    Vielleicht kann mir ja eine hier helfen.gerne auch für die kommende schwere Kav. :-)


    Danke und schöne Grüße Dirk

  2. #2
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    Aus einem Artikel von F. Lünsmann in der Zeitschrift für Heereskunde folgendes Zitat:

    Das Polenz-Chevaulegerregiment trägt dieselbe Uniform mit blauen Abzeichen. Der Standartenträger führt ein breites blaues Bandelier mit goldener Einfassung. Die Standarte ist weiß mit goldener Stickerei und Rand.
    Mehr konnte ich leider nicht finden ... vielleicht hat ja noch jemand Anderes etwas dazu beizutragen.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  3. #3
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    Vielen Dank Markus

    Das ist doch schon mal was,fehlt dann nur noch was für die anderen Reg.Prinz-Johann,Prinz Albrecht und Prinz Clemens
    Vielleicht hat ja der Jörg Titze was drüber.Seine Ausarbeitungen für die Inf. und Artillerie waren mir ja schon eine sehr gute Hilfe.Kann die Hefte jeden empfehlen.

    Danke und schöne Grüße Dirk

  4. #4
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    Darstellung des Standartenträgers vom Regiment Polenz findet man hier:

    http://www.grosser-generalstab.de/st...2/stm2_118.jpg

    Keine Ahnung, worauf diese Darstellung basiert. Zeitgenössische Quellen? Lünsmanns Beschreibung des Gemäldes der Schlacht bei Podobna? Oder handelt es sich um eine rein hypothetische Rekonstruktion?

    Reinholds Uniformenwerk über die sächsische Armee, das zwischen 1791 und 1806 entstanden sein soll, zeigt einen Standartenträger des Prinz-Albrecht-Regiments. Dessen Bandelier scheint eine Verzierung aufzuweisen, die der Standartenbordüre ähnelt.

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  5. #5
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    Vielen Dank für die Bilder,helfen sehr weiter.
    Habe mich fürs erste entschlossen das Bandelier jeweils in Regimentsfarbe plus Goldborte zu bemalen.Falls sich das aber als falsch erweist kann ich das später noch ohne Probleme ändern.
    Bilder gibt es dann demnächst

    Danke und schöne Grüße Dirk

  6. #6
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    Zitat Zitat von Dirk Tietten Beitrag anzeigen
    Habe mich fürs erste entschlossen das Bandelier jeweils in Regimentsfarbe plus Goldborte zu bemalen.
    Scheint mir richtig zu sein. Die offene Frage ist ja vermutlich eher: noch zusätzlich verziert oder nicht und falls ja, in welcher Weise.

    Hier noch eine kleine Zugabe. Hab ich heute beim Durchblättern alter Tradition-Magazine gefunden. Alain Pigeard porträtiert den Figurenhersteller Andreas Hillig, Dresden/damals noch DDR, in Tradition Magazine N° 4, 1987, S.50f. Wie es der Zufall so will, ist S.51 die Hillig-Flachfigur eines Standartenträgers des Regiments Prinz Albrecht (hier Prince Albert genannt) abgebildet. Ist natürlich kein Beweis für irgendetwas, vielleicht aber trotzdem inspirierend.

    Gruss, T.


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    Geändert von Tellensohn (01.09.2017 um 17:20 Uhr)

  7. #7
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  8. #8
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    Na wunderbar ,so habe ich das jetzt bemalt.Denke mal das ich morgen Bilder machen kann.
    Allerdings erst mal ohne Standarte bzw. Fahne. Die muss ich erst noch bestellen,wird aber etwas dauern.

    Schöne Grüße Dirk

  9. #9
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    Das mit den Standartenriemen ist ein Thema, welches ich noch nicht völlig durchdrungen habe.

    Belegt werden kann folgendes:
    Die Standarte wird zu Pferd auf der rechten Seite und im Haken geführt, der Boden des Standartenschuhs ist dem Tritt des Steigbügels gleich. (Ex-Regl. 1777 VI.Cap. § 14)

    Standartenriemen von Leder mit Stoff in der Doblürenfarbe des Regiments überzogen und mit Borten besetzt (mit Ausgabe der Standarten 1811 einfache Goldborte (nur Zastrow hatte silber) beidseitig, keine Fransen, wie vorher üblich). (AKO 08.07.1808)

    Der Standartenriemen befand sich an der Standarte zwischen zwei Klammerhaltern, die ungefähr 50 cm auseinanderstanden. (Hekkel + letztere am Original selbst gesehen und gemessen).

    Die Fahne oder Standarte wird an dem daran befindlichen Riemen so weit heruntergelassen, dass solche unter die Augen des Pferdes komme… (Ex.Regl.+ 1810 XIter Abschnitt Von den Honneurs, so ähnlich auch im 1777er)

    Weitere – nicht an der Standarte befindliche – Standartenriemen, die übergehangen werden und an denen sich ein Haken zum Einhängen des Ringes der an der über der Dünnung der Standartenstange befindlichen Schiene läuft , lassen sich in den Anschaffungsrechnungen nicht nachweisen.

    Die Frage die sich daraus stellt und die ich nicht beantworten kann, ist die, ob der Standartenriemen (also der Riemen an der Standarte) auch gleichzeitig der Riemen ist, der über die Schulter gehangen wurde, um die Standarte daran einzuhaken.

    Übermäßig breit dürften die Riemen in beiden Fällen nicht gewesen sein, alles über 8 cm wird unhandlich.

    Übrigens hatte von den Chevauxlegers-Regimentern nur das Regiment Polenz seine Standarten mit in Russland. Alle anderen Regimenter hatten ihre Standarten abgegeben (Clemens Hauptzeughaus, Albrecht Glogau, Johann Torgau). 1813 wurden alle Chevauxleger im Regiment Clemens vereinigt, welches auch 1813 keine Standarten führte.

    Letzte Anmerkung: Die Standartenstangen waren schokoladenbraun.

    @ Dirk - nur als Tip! "Die königlich sächsische Kavallerie (I) - Die Standarten M 1807/11 - 1815"
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  10. #10
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    Nochmals vielen Dank

    Und hier nun die Bilder

    Schöne Grüße Dirk
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