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Thema: Gebrauch von Wallbüchsen

  1. #11
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    Der Besuch im Museum für Stadtgeschichte war schon zweimal geplant. Über Weihnachten war leider geschlossen und über Ostern wurde meine Frau krank. Jetzt bin ich am 03. Mai in Leipzig und werde mich im Anschluss zwei Tage in Wittenberg rumtreiben, bevor ich übers Scharnhorstfest in Gross-Görschen den Heimweg antrete.

    Ich hoffe im Archiv Angaben über das befestigte Krankenhaus vor dem Schlosstor zu finden, welches als Ravelinersatz diente. Das Stadtmodell stellt laut Herrn Wurda (Leiter der städtischen Sammlung) Wittenberg kurz vor der Entfestigung, also 1873 dar. Da die Festung nach den Freiheitskriegen durch die Preussen erweitert und modernnisiert wurde, werde ich mich bei der Gestaltung der Schlossfront (soweit ich sie baue) mehr an den Belagerungsplan von Major Vogel halten.

    Heute hatte ich Gelegenheit mir in der Waffensammlung des Sigmaringer Hohenzollenschlosses ein paar Wallbüchsen anzuschauen. Leider durfte man nicht fotografieren. Junge, das waren Wummen. Kein Wunder, daß die durch eine Faschine durch schossen, wie nix.

  2. #12
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    Bei den mir vorliegenden Transportlisten zur Ausrüstung der Festung Torgau (Lieferungen erfolgten aus dem Hauptzeughaus Dresden in der Zeit von 02 – 07/1813 auf dem Land- und Wasserweg) sowie der Übergabeliste des Hauptzeughausbestandes an die Franzosen (Dresden 30.10.1813) haben sich keine Wallbüchsen auffinden lassen. Zu Wittenberg habe ich in den Unterlagen nichts gefunden.

    Bei den Transporten nach Torgau werden 6-, 12- und 18-pfündige Wallaffuiten sowie 24-pfündige gribeauvalsche Wallaffuiten mit Bettungsrahmen aufgeführt.

    Auch aufgeführt werden u.a. 27 Pechkellen an langen Stielen.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
    Auch aufgeführt werden u.a. 27 Pechkellen an langen Stielen.
    Hoyer schreibt in seinem Buch über die Kriegsbaukunst im Teil über den Angriff und die Verteidigung fester Plätze, daß sich in den Magazinen befindliche Hellebarden, Lanzen und Morgensterne trefflich bei der Verteidigung des Walls einsetzen lassen. So hatten also auch eigentlich schon überalterte Waffen ihren Stellenwert bis in die napoleonische Zeit.

  4. #14
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    Zitat Zitat von Mr. Pett Beitrag anzeigen
    Hoyer schreibt in seinem Buch über die Kriegsbaukunst im Teil über den Angriff und die Verteidigung fester Plätze, daß sich in den Magazinen befindliche Hellebarden, Lanzen und Morgensterne trefflich bei der Verteidigung des Walls einsetzen lassen. So hatten also auch eigentlich schon überalterte Waffen ihren Stellenwert bis in die napoleonische Zeit.
    Ich würde eher sagen, die alterrtümlichen Hieb- und Stichwaffen waren halt noch im Bestand, so wie manch eine Hakenbüchse. Diese werden auch noch z.b. im Armierungsplan von Jülich für ca. 1820 aufgeführt. Zur Abwehr eines Sturms durch die Bresche oder einer Eskalade mögen sie einen gewissen Wert gehabt haben. Für den Sturm auf Wittenberg im Januar 1814 habe ich jedoch keine Hinweise gefunden, hier entschieden das Bajonett, Musketenfeuer und die Kartätschen; bei den bis zum letzen Blutstropfen durchgefochtenen Belagerungen auf der iberischen Halbinsel 1809-1813 (siehe Saragossa, Badajoz, Gerona etc.) mag es sich anders verhalten haben.,
    Geändert von Blesson (25.04.2018 um 22:07 Uhr)

  5. #15
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    Da ich im Moment im Urlaub bin, nutze ich diesen unter Anderem die zeitgenössischen Bücher zur Belagerung Wittenbergs ein zweites mal zu studieren.

    In Major Vogels Buch zur Belagerung Torgaus und Wittenbergs wird auf Seite 121 in Wittenberg der Gebrauch von Wallbüchsen zur Bekämpfung der Sappenspitze erwähnt. *Wirksames Feuer aus Wallbüchsen vom gedeckten Wege aus*.

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