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Thema: unbekannter Offizier der französischen lanciers 1813

  1. #1
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    Standard unbekannter Offizier der französischen lanciers 1813

    Am 24. Mai 1813 wurde in der Nähe von Görlitz ein Offizier der Lanciers getötet und dort begraben.

    Angeblich handelt es sich um einen Capitaine Fesquet oder Fasquet vom 2. Regiment, doch ist das nicht völlig sicher.

    Könnte jemand im Martinien nachsehen (ich habe das Buch leider nicht), ob es getötete französische Lancier-Offizere im Mai 1813 gab, und wie sie hießen ?

  2. #2
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    Ich habe alle 9 Chevauleger-Regimenter im Martinien durchgeschaut und weder ein Gefecht bei Görlitz noch einen Capitaine Fasquet/Fesquet gefunden .. die einzige Aktionen, die am 24. Mai 1813 nachweisbar waren, sind:
    • Kampf bei "Konnern" gegen deutsche Partisanen
      5. Chevaulegers: Lieutenant Villeminot verwundet
      7. Chevaulegers: Chef d'Escadron de Moriès verwundet
    • Gefecht bei "Rothenbourg"
      6. Chevaulegers: Lieutenant Elmerich verwundet
    Gibt's Hinweise auf andere Regimenter?

    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  3. #3
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    Die Memoiren eines polnischen Gardelanciers (weiß jetzt nicht welcher)
    beschreiben doch die Kämpfe in der Gegend von Hochkirch/Bautzen nach der Schlacht von Bautzen. Das könnte doch dazu passen. Görlitz-Bautzen ist keine Entfernung.

    Gruß
    Uwe

  4. #4
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    Standard Chlapowski

    Uwe,

    ja, Du meinst sicher:

    Chlapowski, D. Als Ordonnanzoffizier Napoleons in den Kriegen 1806 - 1813. Erinnerungen von General Baron Dezydery Chlapowski. Berlin : Verlag von Karl Siegismund, 1910, 248 S.

    Chlapowski hat bald nach den angesprochenen Gefechten um seine Entlassung gebeten, da ihm Baron Fain (Sekretär Napoleons) vertraulich mitteilte, dass Napoleon den Verbündeten den Verzicht auf Polen anbieten wollte. Dies wurde natürlich (auch) den polnischen Truppen verheimlicht.

    Gruß, Thomas H.

  5. #5
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    Hallo Tom,

    ja genau den meine ich. Vor lauter Chlapowski, Grabowski etc. setzt mein eh schon schlechtes Namensgedächtnis komplett aus...

    Gruß
    uwe

  6. #6
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    Hier nun ein paar zusätzliche Informationen. Interessant wäre, ob sich das richtige Regiment des Capitaine Fesquet feststellen läßt.

    At 23 of May 1813 near village Tormersdorf near Rottenburga skirmish took place: 2 divison of 2 corp of Sebastiani cavalry supported by 2th corp of Victor fought against Russian reargard made of cossacks.

    French have won but as casualties Captain FESQUET fron 2th Regiment of Hussars was listed (he was hit in head with bullet).

    This info is from book: Mariusz Olczak "Kampania 1813. Slask i Luzyce" 2004 Warszawa, page 96. But he also has given the source where he got it from:

    Letters from Victor to Berthier and from Berthier to Victor and letter from Sebastiani to Berthier. All of them you can find in "Bautzen la poursuite jusqu'a l'armistice 22 mai-4 juin 1813, par lieut-col. P. Faucart, Paris 1909 s.91-93" .

    But the funny thing is that there was no 2th regiment of hussars there so it is possible that author made mistake and he was thinking about 2th lancers (it was there as a part of 2th corp of Sebastiani). What is more our skeleton had some parts of lancers uniform on.

    According to Sebastiani, the following casualites appeared:

    killed: 1 captain FESQUET and 2 soldiers from 4th Lancers
    wounded: 17 soldiers from 5th hussars with captain Jacquinot (possible that he was from the same unite as Fesquet) and lt. Elmerich from 6th Lancers

    According to Victor:
    1 officer and 4 privates were killed, but 28 soldiers were wounded.

    To make this riddle more interesting: according to

    "Spuren und Denkmäler russischer Geschichte auf schlesischen Boden", Breslau 1902, some village guy said that this officer guy killed there was Italian and he was from Dragons Regiment (but probably he took Lancer uniform as dragon one).

  7. #7
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    Hier nun ein Bild der Leiche. In der linken Schläfe ist die Todesursache zu erkennen.

    Unter dem rechten Arm haben sich Reste von dunkelgrünem Tuch erhalten (die dunkle Verfärbung), darunter eindeutig ein etwa 25 cm langes Stück der Kante eines Rockschoßes. Nur das Tuch ist erhalten, das Futter etc. ist verrottet.

    Dieses Tuch ist identisch mit anderen kleineren Tuchresten, die am Oberkörper gefunden wurden, zusammen mit ein paar Resten von Haken und Ösen. Vermutlich ist also beim Legen/Werfen der Leiche ins Grab der rechte Rockschoß nach oben verrutscht und unter den Arm gelangt.

    Daneben fanden sich noch Verfärbungen im Boden, die auf völlig verwitterte Zinnknöpfe zurückzuführen sind.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  8. #8
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    Ist ja erstaunlich, wie man damals begraben hat!!! Sieht eher aus, als hätte man ihn irgendwo hineingeworfen.

    Ich kenne mich da nicht so aus, aber ist das so richtig, daß man keinerlei Überreste von Kleidung erkennen kann?? Oder hat man ihm diese vorher abgenommen?

    M.M.
    Vive Moreau,
    Rival republicain de Bonaparte

    www.jean-victor-moreau.de

  9. #9
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    Die Kleidung dürfte verrottet sein. Auch an dem kleinen Rest des Rockschoßes ist nur das wollene Tuch erhalten, das Leinenfutter fehlt komplett. Die gefundenen Haken und Ösen deuten auch darauf hin, daß der Mann angezogen begraben wurde (vielleicht aber ohne Stiefel und andere lederne Ausrüstungsstücke), und es schon ein Glücksfall ist, daß überhaupt ein paar Fetzen des Tuchs die Zeiten überdauert haben.

  10. #10
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    Es könnte sich um das Treffen bei Reichenbach (Markersdorf) vom 22.5.1813 handeln. 2ieme Berg Chevaux Legeres Lanciers waren anwesend (4 Schwadronen) die, neben weiteren Einheiten, Lefebvre-Desnouettes unterstanden.

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